No. 13: Zählst Du noch oder schläfst Du Dich schon in Deine Lebensfreude?


Gestern wurde ich gefragt „Was hast Du morgen vor?“


Ehrlicherweise hatte ich nichts vor. Ganz bewusst nahm ich mir für heute nichts vor. Ich hatte das Bedürfnis, meinem Schlafmangel Abhilfe zu schaffen. Die Gründe für meinen derzeitigen Schlafmangel kenne ich und sie sind durchweg positiv – keine Sorge.


Meine ältesten Freunde und meine Familie würden mir allerdings bescheinigen, dass ich immer und überall schlafen kann. Zusätzlich habe ich wahnsinnig Freude an kuscheligen Betten, Kissen und Decken. Auch deshalb fällt es mir so schwer morgens aufzustehen. Wie ist es bei Dir?


Es soll ja Menschen geben, die mit dem Wecker klingeln sofort hellwach und einen Augenblick später senkrecht sind. Ich gehöre wirklich nicht dazu.


Doch warum überhaupt schlafen?

Mancher mag Schlafen als reine Zeitverschwendung ansehen, doch Schlafen ist das Beste, was wir unserem Körper, Geist und Seele schenken können. Schlaf regeneriert unser ganzes System. Wir verarbeiten das Tagesgeschehen. Schlafen macht uns in Zeiten von Krankheit gesund. Schlafen stärkt unser Immunsystem, erhöht die Abwehrkräfte, die Kreativität und die Leistungs- & Lernfähigkeit. Während des Schlafs bauen wir Stress ab. Schlaf soll ebenso dazu dienen, dass wir Unwichtiges vergessen. Die Liste ließe sich noch weiterführen, doch vor allen Dingen ist die Laune nach einem erholsamen Nachtschlaf deutlich besser.


Was hindert uns am Schlafen?

Das berühmte Gedankenkarussell dreht sich mitunter vor dem Schlaf besonders rasant. Ungünstiges Schlafklima im Raum, mentaler Stress, Fernsehen, intensiver Sport, ein zu voller oder leerer Magen sowie Handynutzung kurz vor dem Schlafen beeinflussen unsere (Ein-)Schlafqualität. Ein unangenehmer oder manchmal sogar fehlender Bettpartner ist ein Schlafkiller. Geräusche, Medikamente, Genussmittel, Lichtquellen, körperliche Beschwerden, die Qualität der Schlafmaterialien und die Atmosphäre des Raumes wirken auf unseren Schlafprozess.


Was folgt auf Schlafmangel?

  • Übermüdung

  • zu hoher Kaffeekonsum

  • meist auch ungesunde Ernährung

  • Heißhungerattacken

  • erhöhter oder hoher Blutdruck

  • Schwächung des Immunsystem

  • chronisch erhöhter Cortisolspiegel (Stresshormon)

  • Infektanfälligkeit

  • schlechte Laune

  • Konzentration, Kreativität, Leistungsfähigkeit sinkt

Möglicherweise ist diese Liste nicht vollständig. Doch sie zeigt, dass Schlafen für uns (über-)lebensnotwendig und absolut keine Zeitverschwendung ist.


Was also tun bei Störungen des Einschlafens?(1)

  • Sorge für eine entspannte Atmosphäre vor dem Einschlafen. Der Tag darf langsam ausklingen.

  • Ein leichter Spaziergang am Abend?

  • Gestalte Dein Schlafzimmer nach Deinen Bedürfnissen.

  • Lass‘ Arbeit, Fernseher und möglichst auch das Handy außerhalb des Schlafzimmers.

  • Vor dem Schlafengehen nichts Schweres essen.

  • Richte Dich nach Deinem Biorhythmus. Für die meisten von uns ist der Schlaf vor Mitternacht der gesündeste und effektivste.

  • Lass den Tag dankbar Revue passieren.

  • Notizen helfen das Gedankenkarussell zu stoppen.

  • Ermüdungslesen – möglichst nicht auf einem Bildschirm, weil das Hintergrundlicht wiederum ungünstig auf die Schlafqualität wirkt.

  • verschiedene Entspannungstechniken wie

o Yoga

o Progressive Muskelentspannung

o Traumreisen

o Meditationen

  • Sex – egal ob allein oder zu zweit: Orgasmen stimulieren den Entspannungsnerv (Vagus) und fördern das Einschlafen.

  • Entwickle Deine eigene magische "Gute-Nacht-Routine".

(1) Bitte beachte: Diese Tipps sind kein Heilversprechen. Menschen mit ernsthaften und sehr langwierigen Schlafproblemen benötigen medizinische oder psychologische Unterstützung.


Vom Winterschlaf in die Frühjahrsmüdigkeit?

Der Lichtmangel im Winter hält uns in einer Art Dauermüdigkeit. Wechselduschen, Tageslichtlampen, Sport, Frische Luft sind willkommene Abhilfen. Doch warum taumeln wir im Frühjahr, wenn die Tage wieder länger werden, direkt in die Frühjahrsmüdigkeit? Das kann zum einen an den aufgebrauchten Energie- und Vitaminreserven in unserem Körper liegen. Vor allem liegt es aber daran, dass sich für einige Zeit zwei Hormone in unserem Körper uneins sind: Das Serotonin und das Melatonin. Das Serotonin ist unser Glückhormon. Durch Licht und wärmere Temperaturen kommt es in Schwung. Wir werden aktiver und fröhlicher. Melatonin dagegen wird bei Dunkelheit vermehrt ausgeschüttet. Es regelt unseren Tag-Nacht-Rhythmus. Bis sich beide Hormone eingepegelt haben vergehen bis zu 4 Wochen.

Sonne tanken direkt über die Augenlider bzw. Netzhaut ohne Sonnenbrille und Augen-Make-up sowie ausreichende Flüssigkeitszufuhr (30-40ml/kg Körpergewicht) verkürzen die Zeit der Frühjahrsmüdigkeit.


Grundsätzlich sollte der Druck aus dem Schlaf genommen werden. Schlafengehen, wenn man müde ist, hat noch keinem geschadet. Morgens nur langsam in die Gänge kommen oder eben sehr schnell wach und klar sein, ist einfach sehr individuell. Morgenmuffel sind genauso liebenswert wie quicklebendige Morgenmenschen. Den individuellen Schlafrhythmus akzeptieren, fördert das friedliche Zusammenleben.


Für Deine Lebensfreude ist Ruhe, Entspannung und Schlaf eine elementare Voraussetzung.


Was immer hilft: Tu etwas, was Dich glücklich macht!!!


Herzlichst


Deine Kathrin

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