No. 7: Komm zurück in Dein Spiel – mit Freude

Es gibt Momente im Leben, in denen ein heftiger Seitenwind es schafft, uns aus dem Spielfeld oder von unserer Bühne des eigenen Lebens zu kicken. Krankheit, Verlust von Angehörigen, Verletzungen, Enttäuschungen, Verlust der Arbeit, zu viel Arbeit, Streit, Mobbing können uns ziemlich, ziemlich zusetzen. (Du kennst sicher noch mehr - nämlich Deine ganz eigenen Gründe.) Möglicherweise bleiben wir kraftlos am Rand stehen. Wollen nicht glauben, was passiert ist und vielleicht sogar aufgeben. Möglicherweise ziehen wir aber dann erst recht in den Kampf. Doch mit dem Wort Kampf schwingt natürlich eine Schwere, ein Krampf, ein Trotz und auch Verbissenheit mit. Das mag manchem anfangs helfen, doch nach Freude fühlt es sich wohl eher nicht an. Nein, damit ist alles anstrengend.


Wenn wir unser Leben eben auch in den Tiefpunkten wieder der Freude zuwenden möchten, wollen genau diese Tiefpunkte erst einmal bejaht werden. Heißt, sie wollen ihre Daseinsberechtigung in unserem Leben. Sie wollen angenommen werden. Gestehen wir uns doch einfach ein, dass es uns nicht gut geht, dass wir traurig sind, dass wir wütend sind, überfordert sind oder einfach im Moment wirklich nicht weiterwissen.


Mit dieser Erkenntnis – so meine Erfahrung – hört der innere Kampf auf. Ich persönlich werde dann etwas geschmeidiger. Das funktioniert weiß Gott nicht immer. Doch dankenswerterweise eben immer häufiger. Als nächstes dürfen wir uns daran erinnern, welch großartige und mächtige Geschöpfe wir sind. Wir sind perfekt ausgestattet, trotz unserer Narben. Wir haben die Möglichkeit unser eigenes Licht wieder anzuknipsen. Wie?


  • Nun, für lebensnotwendig halte ich es, zunächst tief – wirklich tief – zu atmen. Mehrmals hintereinander. Dabei führe Dein Bewusstsein einfach in Deine Lungen-Bauchregion.


  • Sich in den Arm nehmen lassen oder sich selbst umarmen sind ebenfalls „Erste Hilfe Maßnahmen“.


  • Verabschiede Dich vom Perfektionismus, von der Meinung anderer und von dem Gedanken, es allen recht machen zu müssen oder zu wollen.


  • Bitte das Leben oder den Heiligen Geist um Führung und Zeichen, die Du auch wirklich verstehst.


  • Finde vertrauensvolle Menschen, mit denen Du Deine Tiefpunkte besprechen kannst. Damit meine ich kein sich wiederholendes oder übergriffiges Jammern – das hält Dich in der Opferhaltung. Damit meine ich, offen sein für die Reaktionen Deiner Gesprächspartner. Sag vorher am besten, was Du von dem Gespräch möchtest: Einen Rat, eine Einschätzung, eine Reflektion, Mitgefühl, oder einfach nur ein lauschendes Ohr. Letzteres entspannt, den Zuhörer enorm. Diese Gespräche ergeben meist schon Antworten, obwohl Fragen nicht wirklich ausgesprochen wurden.


  • Professionelle Hilfe in Form von Trainings, Beratungen oder therapeutischer Unterstützung sind ebenfalls nicht von der Hand zu weisen und dürfen auf keinen Fall als Geißel oder Versagen angesehen werden. Im Gegenteil – sie sind ein wunderbarer und machtvoller Begleiter. Sie müssen natürlich zu Dir passen.


  • Anderen Menschen hilft der Glaube. Er kann Halt, Kraft und Gemeinschaft geben. Vertrauensvoll das Leben in Gottes Hand zu legen, trägt für manchen zur Entspannung bei.


  • Ich lasse selbstverständlich nicht unerwähnt, dass Aufenthalte in der Natur, der Umgang mit Tieren, Yoga, Meditationen, Lachyoga, Tanzen und Singen Dich wieder zu Deinem Licht und an Deine Quelle führen können.


  • Das Aufschreiben der eigenen Gedanken als Selbstreflektion ist ebenfalls ein probates Werkzeug. Du darfst Dich beispielsweise fragen: Wie kann ich diese Situation mit meinen machtvollen Fähigkeiten und meinem Licht nutzen? Was kann ich aus ihr lernen? Wie kann ich sie drehen?


  • Oder lies‘ Erfahrungsberichte von anderen Menschen mit ähnlichen Erlebnissen. Was kannst Du von Ihnen lernen?


Ich denke, jeder Mensch darf und soll sich eingeladen fühlen, sein eigenes Tool zu finden, um wieder lichtvoll das eigene Spielfeld bzw. die eigene Bühne zu bespielen. Ich erachte es für (über-) lebensnotwendig und auch für einen Beitrag für den Frieden, immer wieder in die Freude zurückzukehren.


Allein der Gedanke, das Leben als ein (gutes) Spiel zusehen, bringt Leichtigkeit und Freude.


Wann entscheidest Du Dich für die Freude?


Danke Dir fürs Lesen, Deine Kathrin

PS:

Kleine Tiefs aufgrund von Müdigkeit, schlechter Laune oder kleinen Sorgen wollen ebenfalls angenommen werden – mit dem Wissen, am nächsten Tag hast Du wieder die Gelegenheit wach und freudig Deinen Tag anzugehen. Wechselduschen und klares Wasser helfen von außen und von innen.

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