No. 16: Denke und werde glücklich

Denke und werde glücklich ist natürlich eine Provokation. Denn allein vom Denken ist man noch nicht morgens unter die Dusche gekommen. Richtig! Es muss auch eine Handlung folgen. Doch Achtung, Denken ist die Grundlage, der erste Schritt ins Glück.


Ein Gedanke entsteht niemals aus dem NICHTS heraus. Ein Gedanke ist immer die Folge auf eine bewusste oder – was häufiger der Fall ist – unbewusste Frage.


Gedanken und Gefühlen hängen unmittelbar zusammen. Gefühle entstehen blitzschnell aufgrund unserer Gedanken. Das heißt, sind die Gedanken vermehrt auf Dramen, Angst, Unglück, Schwierigkeiten ausgerichtet, wirst Du Dich entsprechend fühlen. Sind Deine Gedanken allerdings auf die Schönheiten, die Geschenke, die Fülle, die Gesundheit, die Freude des Lebens ausgerichtet, wird genau das Dein Lebensgefühl bestimmen.


Ein köstliches Beispiel:

Die Fliege fliegt durch einen duftenden Garten voller bunter vielfältiger Blumen und setzt sich auf den gärenden Komposthaufen. Oder sie fliegt über ein Sonnenblumenfeld und landet auf einem Haufen Schei…, den ein Tier hinterlassen hat. Die Fliege landet also immer im Dreck.

Die Biene fliegt durch eine schmutzige, enge Gasse und findet die einzige zarte Blume, die sich in einer Mauerritze angesiedelt hat. Oder sie „verirrt“ sich auf einem Rollfeld am Flughafen und landet auf dem Löwenzahn, der sich mit aller Kraft in einem Asphaltaufbruch hält. Die Biene findet immer das Schöne.


Frage: Biene oder Fliege?


Bei diesem Beispiel möchte ziemlich jeder die Biene sein. Das kann ich verstehen. Was braucht es dazu?

Um ein Gefühl des Glücks in Dir zu entwickeln, darf sich die Aufmerksamkeit ändern, in dem Deine Fragen bewusst verändert werden. Auch das ist anhand einer kleinen Übung wunderbar nachvollziehbar:


Bitte denk an ein schlimmes und schmerzhaftes Erlebnis in Deinem Leben? Welcher Duft, welche Geräusche hängen mit diesem Erlebnis zusammen? …Wie geht es Dir jetzt? Was spürst Du in Deinem Körper? Wie ist Deine Körperhaltung, wie geht Dein Atem?


Und nun frage Dich, was Dich in Deinem Leben glücklich macht? Was war Dein schönster Moment? Lass die Erinnerung größer, bunter, lauter und intensiver werden. Tauch‘ ein in Deine Gedanken des Glücks. … Wie fühlst Du Dich jetzt? Wie empfindest Du Dein Gesicht?


Die Skeptiker-Stimmen höre ich: „Ich hatte keine schönen Erlebnisse!“ Oder „Ja, das war schön, doch jetzt habe ich es nicht mehr. Jetzt ist alles schei…!“


Du hattest keine schönen Erlebnisse? Es tut mir leid, dann bist Du bislang mit geschlossenen Sinnen durch Dein Leben gegangen. Das ist hart. Dir empfehle ich, einen langsamen Spaziergang, auf dem Du Deine Umwelt, ganz aufmerksam betrachtest und nach etwas Schönem oder Besonderem Ausschau hältst. Oder Du schaust Dich in Deiner Wohnung um und findest etwas, was Dir wahnsinnig am Herzen liegt. Ich bin sicher, es findet sich etwas. Daraufhin spüre in Deinen Körper.


Etwas Schönes, Wunderbares ist Dir abhandengekommen? Der Verlust schmerzt. Das weiß ich. Dir empfehle ich Dankbarkeit und Verzeihen. Dankbarkeit ist die absolute Gedanken-Basis für ein Leben in Freude. Entwickle Dankbarkeit für die schöne Zeit & für die gemeinsamen Erlebnisse.


Verzeihen hilft Dir selbst, Dich vom Schmerz, Deiner Wut und Enttäuschung zu befreien. Darüber habe ich im Blog No. 14 schon einmal geschrieben. Außerdem war ich einmal dankbar für den Gedanken: Eine Enttäuschung ist das Ende einer Täuschung.


Lass Dir gesagt sein, jedem, der glaubt ausschließlich Unglück erfahren zu haben, muss auch Glück erfahren haben. Denn nur durch das Glück weißt Du, was Unglück ist. Nur durch das Licht weißt Du, was Schatten ist.


Warum vernachlässigen wir unsere Glücksmomente? Wir sind – gerade in Deutschland – darauf konditioniert zu jammern, zu beklagen, zu meckern. Jammern und klagen bringt Mitleid und Aufmerksamkeit. Unglück erfährt Zuspruch. Ich war auch so. Was hat es mir letztendlich gebracht? Nun, noch mehr Gründe zu meckern und zu beklagen. Kann das der Sinn des Lebens sein? Ein klares NEIN! Deshalb: Schluss mit dem Schaufeln des eigenen Glücks-Grabes.


Ein kleines aktuelles Beispiel: Bei einem Abschied von meinem Freund, war ich sehr traurig. Er sagte zu mir: Sei nicht traurig, freu Dich auf das nächste Mal. Er hatte so Recht. Warum im Schmerz verweilen, wenn die Zukunft ebenso Wunderbares bereithält?


Also: Das Glück ist eine Entscheidung. Mit besseren Fragen kannst Du zu einer glücklichen Entscheidung kommen:



Was macht Dich wirklich, wirklich glücklich? Wann hast Du das letzte Mal auf der Wolke des Glücks geschwebt? Worüber (und mit wem) hast Du von Herzen gelacht, ja Tränen gelacht? Welche Tätigkeit lässt Dein Herz vor Freude hüpfen? Wann warst Du vor Glück und Freude zu Tränen gerührt? Wen oder was liebst Du von ganzem Herzen? Warum? Wobei bist Du richtig im Fluss und denkst an nichts anderes? Wobei hast Du am meisten Spaß?



Du darfst Dir gerne weitere individuelle Fragen stellen. Alle qualitativ positiven Fragen haben eines gemeinsam, sie erschaffen Bilder in Deinen Gedanken, die in Dir Glücksgefühle auslösen.


Für alle Skeptiker habe ich noch eine Frage: Was wäre, wenn diese Methoden doch klappen?


Oder sei einfach weiter eine Fliege. :-)






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