No. 15: Die Kraft des Wassers

Draußen regnet es. Nein, es gießt kurz in Strömen. Ich bin dankbar. Denn für mich als Allergikerin spült das sommerliche Wasser die Gräserpollen weg.


Wasser übt schon immer eine Faszination auf uns Menschen aus. Sowohl die Erdoberfläche als auch der Mensch bestehen zu zwei Dritteln aus Wasser. Unser ganzes Leben hat unmittelbar mit Wasser zu tun. Wasser ist unsere Quelle. Der Mensch kommt aus dem Wasser.


Es hat eine unwahrscheinliche Kraft. Es ist fließend, brausend, zerstörend, tobend, spiegelglatt, wellig, tropfend, hart, weich, laut oder leise. Wasser kann den Aggregatzustand wechseln. Es kann klar oder trüb sein. Wasser erfrischt, reinigt, wärmt, kühlt, es löscht Durst, heilt. Wasser ist unser Lebenselixier. Unsere Getränke und Lebensmittel sind ohne Wasser nicht denkbar. Viele Produktionsbereiche in Industrie und Handwerk würden ohne Wasser stillstehen.


Die Qualität des Wassers ist je nach Quelle unterschiedlich. Doch sauberes Wasser hat nicht nur bezüglich der Hygiene eine reinigende Wirkung. Wasser klärt also nicht nur physisch sondern wirkt auch auf unseren anderen Ebenen: Belebend, entspannend, anregend oder beruhigend.


Nach einem sehr stressigen Erlebnis wurde ich gefragt: Was brauchst Du jetzt? Erste Antwort eine Dusche. Wie umhüllend und regenerierend ist eine Regendusche!


Manchmal kommen mir beim Duschen Ideen und Lösungen, über die ich anderer Stelle schon intensiv gegrübelt habe. Auf einmal fließt es...


Im Falle einer Erkrankung mit längerer Bettruhe ist eine Dusche nach einiger Zeit ein wahres Wunder und ein wichtiger Schritt in Richtung Genesung.


Die Lichtdusche ist in der dunklen Jahreszeit ganz wunderbar. Stell‘ Dir vor das Wasser ist Licht, spült jegliche dunklen Gedanken fort und speichert stattdessen in Dir Licht. Denselben Gedanken kannst Du pflegen, wenn Du Wasser trinkst.


Mit einer Liebesdusche kannst Du jedes Körperteil mit Liebe bedenken: Ich liebe meine Augen, die mich die Farben des Lebens erkennen lassen. Dieses Beispiel lässt sich mit Haaren, Ohren, Händen, Nase, Mund, Herz, Hals, Bauch, Beine, Unterleib usw. fortfahren. Jeder Teil an Deinem Körper verdient eine ganz eigene Liebesdusche.


Die Lachdusche empfehle ich bei abhärtenden Wechselduschen oder Kneipp-Anwendungen. Bei kaltem Wasser gelacht, ist das Wasser kaum mehr so schlimm, gleichzeitig atmest Du lachend weiter und nimmst dem Körper die Anspannung, die ehrlicherweise bei sehr kaltem Wasser zu beobachten ist.


Voll- oder Teilbäder mit einem entsprechenden Zusatz wirken direkt auf Deine Befindlichkeiten: entspannend, aufwärmend, ausgleichend, befreiend, vorbeugend, aufhellend, beruhigend, stärkend, regenerierend…



Viele Therapeuten raten nach ihren Behandlungen viel Wasser zu trinken. Auch in der Yogapraxis wird zwingend zum Trinken geraten, denn Yoga, Meditation sowie Atemübungen bringen ausgleichende Prozesse im Körper in Gang und regen u.a. Energiekreisläufe im Körper an. Wasser unterstützt in jedem Falle heilsam. Die Trinkmenge richtet sich nach dem Körpergewicht. Je Kilogramm empfehlen Gesundheitsratgeber 40 ml Wasser.

Damit lässt sich wunderbar schlechte Laune vertreiben, die Sehqualität Deiner Augen verbessern, den gesamte Stoffwechsel in Schwung bringen, die Konzentration steigern und Müdigkeit vertreiben. Da unser Gehirn zu 90 % aus Wasser besteht, lassen sich manche Kopfschmerzen durch 3 Liter Wasser am Tag vermeiden.



Sommer und Wasser gehören für mich ebenfalls untrennbar zusammen. Allein der Duft des Sommerregens Petrichor* ist unverwechselbar. Ob es genau diesen Duft als Raumduft oder Parfum zu kaufen gibt, vermag ich nicht zu sagen. Gerade deshalb ist die Wirklichkeit ein Genuss. Ein Sommerregen lädt ein, tief zu atmen und/oder im Regen zu tanzen. Vorgestern Abend erlaubte ich sommerlichen Regentropfen auf meiner nackten Haut zu landen. Lebendigkeit pur.


Baden, planschen und schwimmen – wo auch immer im Sommer möglich – sind nicht nur ein toller Zeitvertreib. Schwimmen gilt als Ganzkörpertraining, es entlastet die Gelenke und Bandscheiben, stärkt das Herz und die Atemmuskulatur. Auf der Wasseroberfläche lässt es sich auch ganz einfach treiben, so dass auch die Gedanken entweder in den Fluss kommen oder einfach weggespült werden. Das Wasser bewertet Dich und Deine Gedanken nicht. Es trägt Dich.



Spirituell betrachtet, hat Wasser zusätzlich eine heilige Wirkung. Sowohl in christlichen und nichtchristlichen Glaubensformen finden wir Weihe- und Reinigungsrituale. Es gibt mächtige Techniken, die die energetischen Schwingungen des Wassers stärkend und heilbringend nutzen.


Genieße die Kraft des Wassers. Wasser ist Leben.


Herzlichst, Deine Kathrin




*Word kennt das Wort Petrichor nicht.

Wikipedia erklärt dazu: "Als Petrichor wird der Geruch von Regen auf trockener Erde bezeichnet. Das Wort setzt sich aus altgriechisch πέτρα pétrā „Fels, Felsstück“ oder πέτρος pétros „Stein“[1][2][3] und ἰχώρ īchṓr „Blut der Götter[1][2][4] zusammen und wurde 1964 von zwei australischen Forschern der CSIRO, Isabel J. Bear und Richard G. Thomas, in einem Artikel für die Fachzeitschrift Nature geprägt.[5] Im Artikel beschreiben die Autoren, wie der Geruch durch ein Öl entsteht, das bestimmte Pflanzen während Trockenperioden absondern, welches wiederum von Tonböden und Gesteinen absorbiert wird. Während des Regens wird das Öl, zusammen mit einer anderen Verbindung namens Geosmin, in die Luft freigesetzt. Durch die Verbindung entsteht der markante Geruch. In einem Folgebericht zeigten Bear und Thomas 1965, dass das Öl die Keimung von Samen und das frühe Pflanzenwachstum verzögert.[6][1]

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