No. 10: Tanz' Dich in Deine Freude

Seit einigen Wochen wohne ich nun in meiner eigenen Wohnung. Es waren anstrengende Wochen bis ziemlich alles fertig ist. Der Neuanfang durfte sich eben auch an die Mitte meines Lebens anpassen. Also schuf ich mir - mit ganz wunderbarer Unterstützung von Freunden, einem Kollegen und meinen Eltern - ein für mich richtig schönes Heim. Ehrlicherweise freue ich mich jeden Tag auf mein zu Hause.


Während der anstrengenden Zeit wurde ich allerdings oft gefragt, wie ich trotz allem guter Dinge sein kann. Nun, früher bin ich täglich morgens raus in die Natur gegangen und zwar laufend, lauschend, beobachtend, staunend, lachend und meditierend. Damit hatte ich mein Kraft und Energie für den Tag.

Mitten im Umzug und zwischen Kisten lebend, fand ich meine Klamotten nicht und hatte auch das dringende Bedürfnis nach etwas mehr Schlaf.


Doch vom ersten Tag an in meiner neuen Wohnung habe ich morgens das Tanzen etabliert. Das geht auch wunderbar ohne „richtige“ Kleidung. Hui, welch wunderbare Entdeckung! Musik laut auf und los geht’s. Ganz frei. Ohne Regeln. Schütteln. Zappeln. Drehen. Hüpfen. Völlig egal.


Tanzen hat genau wie das Lachen eine großartige Wirkung auf unseren Geist und unseren Körper. Das Hormon Kortisol wird beim Tanzen gesenkt. Der Stress lässt nach. Die Glückshormone Endorphin, Dopamin und Serotonin sprudeln während des Tanzens in unserm Körper. Sie lösen ein Gefühl der Freude im Körper aus. Tanzen ist sozusagen Wellness für die Seele. Schlechte Laune ade!


Nebenbei kommt der Körper einfach in Schwung. Muskeln werden gelockert, Verspannungen gelöst und mögliche Verklebungen der Faszien angesprochen. Die Durchblutung wird angeregt. Der Körper hat zudem noch einen höheren Sauerstoffbedarf. Damit erhält die Lunge Impulse, verbrauchte Luft schneller loszuwerden und natürlich frische Luft einzulassen. Entsprechend wird der Sauerstoffanteil im Blut erhöht. Das Hirn, jedes Organ, ja, jeder Winkel des Körpers erhält Frischluft und die Muskeln werden auf angenehme Weise gestärkt. Gleichzeitig wirken die aktivierten Muskeln und Sehen an unserem Skelett. Es wird quasi genötigt, mit erhöhtem Stoffwechsel mehr festigendes Kalzium in die Knochen einzubetten.


Die gewählte Musik lasse ich nicht außer Acht. Sie beeinflusst natürlich die Stimmung. Auch um Puls und Blutdruck in gesunde Bahnen zu lenken, ist natürlich eine aufheiternde oder angenehme Musik angebracht. Doch dies unterliegt dem jeweiligen persönlichen Geschmack.


Ich kann Dich nun wirklich nur ermuntern und einladen, tanzend einfach Dich und Dein Immunsystem zu stärken. Lass Dich einfach von der Musik tragen und Lebensfreude zieht ein. Ich habe sogar den Eindruck, das Gedankenkarussell dreht sich beim Tanzen langsamer bzw. kommt zum Stillstand. An intensiven und gedankenwilden Tagen füge ich für die Gedankenstille noch eine Meditation an das Tanzen an. Klare Empfehlung!

Nach meinen ersten Tagen in der neuen Wohnung erzählte ich meiner Nachbarin von meinen Tänzen. Sie antwortete prompt: „Ja, das mache ich auch.“ Und sinngemäß fügte sie noch hinzu: „Ein Tag ohne Tanzen kein schöner Tag.“


Also: Tanz Dir einen schönen Tag!


Tanz, tanz, tanz!


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