No. 2: Herzhaft lachen


Lachen ist gesund. Lachen hilft heilen. Lachen ist die beste Medizin. All das wissen wir spätestens seit Eckhard von Hirschhausen. Ich lache so gerne. Natürlich bin ich auch mal traurig. Lachen jedoch bringt mir Leichtigkeit – auch wenn ich über mich selbst lache.

Wir haben in der Familie festgestellt, dass man in Phasen oder Wellen lachen kann. Die erste Phase ist mit Lauten gespickt und kann uns schon ganz schön zum Beben bringen. Intensiver ist jedoch anschließend die zweite Phase. Die ist lautlos. Ohne Ton. Der Körper holt sich nur die nötige Luft. Jetzt kann das Beben bis in die Fußspitzen reichen. Diese Phasen können sich bei einem langen Lachanfall sogar abwechseln.

Nach einem Lachanfall, bei dem eine erstaunliche Anzahl von Muskeln beansprucht werden, tritt eine wunderbare Entspannung ein. Wir öffnen beim Lachen den Mund, weil unsere Atemwellen kürzer und mehr werden. Unser Körper wird mit ordentlich mehr Luft versorgt, weil wir nur kurz ausatmen. Folglich steigt der Sauerstoff im Blut. Wir aktivieren unsere Brust- und Bauchmuskeln und massieren uns quasi von innen.

Ausgiebiges Lachen ist ein hervorragendes Mittel gegen Stress. Die Stresshormone werden während des Lachens abgebaut. Gleichzeitig regt intensives Lachen die Produktion von Endorphinen an. Demzufolge hat häufiges Lachen auch positive Auswirkungen auf unsere Psyche. Am eigenen Leib erfahren, kann ich sagen, Lachen macht glücklich. Stress lässt sich weglachen. Lachen stärkt das Immunsystem.

Gemeinsames Lachen ist „soziales Bindemittel“. Lachen verbindet Fremde, Freunde, Lehrer und Schüler, Mitarbeiter untereinander und mit der Führung, den Arzt sowie die Krankenschwester mit dem Patienten, Verkäufer und Kunde, Kinder untereinander, Familien miteinander, Nachbarn.

Lange Jahre hatte ich im Büro einen Kollegen, mit dem ich herzlich lachen konnte. Albern bis trocken war unser Humor. Die Tage während der knappen 10 Jahre waren so herrlich. Sie machten die Arbeit leichter. Er hat ein so klares, freies Lachen. So manches Mal – bei besonders viel Unsinn in unseren Köpfen – taten uns vom Lachen die Wangen weh. Wir bogen uns vor Lachen und konnten uns selbst am Telefon bei eingehenden Anrufen manchmal kaum beruhigen. Wir hatten denselben Humor. Er verband uns. Tut er noch immer – nur weniger oft.

Es ist also wissenschaftlich erwiesen, dass unser Lachen jede Menge positiver Wirkungen hat. Wir erfahren gesteigertes Wohlbefinden auf der „sozialen, emotionalen und gesundheitlichen Ebene“. Gibt es Nebenwirkungen? Ich würde sagen: Es könnte süchtig machen. Im besten Fall ist es ziemlich ansteckend. Denn mitunter ist der Witz für einen selbst nicht komisch. Das Lachen eines Anderen ist hingegen viel anregender.

Lachen selbst ist angeboren. Lachen muss am Beginn unseres Lebens nicht gelernt oder antrainiert werden. Dieses befreiende Geschenk gehört quasi zu unserer „Grundausstattung“. Kinder lachen bis zu 400 Mal am Tag. Ich habe es bei meinen Kindern nicht gezählt. Doch die Zahl wirkt für Erwachsene fast unglaublich. Verschiedenste Einflüsse können eben dazu führen, dass wir das Lachen im Laufe eines Lebens nach und nach verlieren. Ich wünsche Dir von Herzen ein Buch, einen Film, einen Menschen, oder was auch immer, welches in Dir ein heilendes Lachen auslöst. Oder lass uns zusammen lachen.

Die Lösung für Lachen „einfach nur so“, ist Lachyoga. Hier wird Lachen ohne Impulse von außen trainiert. Kluge Firmen bieten für ihre Mitarbeiter sogar Lach- und Humortraining an. Denn Heiterkeit bei der Arbeit ist vor allem gesundheitsfördernd, unterstützt die Kreativität, den Teamgeist, die Motivation. Lachen nimmt Konflikten die Schärfe. Lachen harmonisiert Menschen. Auf den Punkt: Gemeinsames Lachen nimmt die Distanz zwischen Menschen. Es entwickeln sich Kooperationen, Gemeinsamkeiten und gleiche Blickrichtungen. Und! Die Teams werden mit Business Lachyoga erfolgreicher.

Das Lachen ist die Sonne, die aus dem menschlichen Antlitz den Winter vertreibt.

Victor Hugo

Jedes Lachen ist einzigartig. Doch eines haben alle gemeinsam: Ich finde, lachen macht schöner. Lachen befreit von Anspannung. Lachen vertreibt Dunkles. Lachen öffnet. Lachen lässt uns leuchten. Lachen bringt Funkeln in unsere Augen. Lachen macht das Herz leicht.

Stell Dir Dein Lachen in Deinen Mittel-Punkt.

Herzlichst

eine lachende Kathrin Bendel


PS. Wir haben jetzt einen Lach-Esel. Du kannst so richtig schlecht gelaunt sein, wenn der lacht, muss Du die Mundwinkel nach oben ziehen.





Und hier noch wirklich etwas zum Weiter-Lachen.


Gelesen habe ich das Buch "Aufwachen und Lachen" noch nicht. Der Titel jedoch gefällt mir wahnsinnig gut. Was bleibt mir?

Na dann, wünsche ich es mir einfach. Dankeschön



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